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Unmittelbarkeit und Vermitteltheit

Um den Posting Durchsatz meines Blogs zu erhöhen, hier eine kurze Statusmeldung ganz Twitter like. Auch weil die Klickstatistik bei Videoeinträgen ganz erstaunliche Sprünge veranstaltet, wie ich seit kurzem sehen kann.

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A white blank page and a swelling rage

jose Revueltas

mit freundlicher Genehmigung von Miguel Ángel de Jesús Esparza Aldaba, Durango, México.

Kultur und Landschaft.
Verwachsenheit und organischer Zusammenhang.
Eine Ursprünglichkeit die gesucht wurde. Kunst ist der Ausweg aus dieser Ursprünglichkeit. Kunst ist ein Siedeln im Unwahrscheinlichen, im Raum jener reinen Ideen. Wer ein ästhetisches Leben lebt, kann überall zu Hause sein. Dies ist die einzige Lehre, die man aus der Wüste mitbringen kann. Wer ästhetisch lebt, kann überall zu Hause sein, auch in Gefangenschaft. Die Geborgenheit findet sich nicht allein schon im Raum. Sie im Raum suchen würde bedeuten sich vom Raum abhängig zu machen. Natürlich gibt es einen Raum jeder Kultur. Kulturen sind auf eine gewisse Art verwachsen mit Räumen. Zum Beispiel drückt sich die Verbundenheit mit dem Raum bei den arabischen Kulturen auf jene Art aus, Rätsel im Raum zu konstruieren, um Schätze zu verstecken. Löcher in Felsen gebohrt, markieren Stellen, in die man Wasser schütten muss, welches, sofern das Maß gehalten wird im Sande an genau jener Stelle verläuft, die den Ort markiert, an dem zu graben ist.

Die Rätsel die Kulturen aufstellen sind fast immer landschaftliche Rätsel. Architektur ist nichts anderes als ein Rätsel, welches in der Landschaft hinterlassen wird und die Zeit überdauert. Gerade deshalb war Architektur in ihrem reinsten Ausdruck zumeist eine herrschaftliche Form sich selbst als Rätsel zugleich zu präsentieren und zu verewigen. Auf den mexikanischen Pyramiden hatte der Tod sein zu Hause. Rätsel sind ein Spiel um etwas zu hinterlassen, was die Nachgeborenen mit Staunen erfüllt. Ein Spiel welches davon lebt gespielt zu werden.

Schach, Go und Kartenspiele sind ebensolche Rätsel, die mehr repräsentieren, als nur einen Zeitvertreib.
Eine gewisse Logik, zumeist leicht zu erlernen, ist hinter jedem Spiel verborgen. Je abstrakter die Welt des Spiels, desto reiner die Form zu Denken. Das abstrakteste Spiel was ich kenne und langsam, sehr langsam, verstehen lerne, ist das chinesische Go. Die Dualität des Seins drückt sich im Schwarz und Weiß der beiden Antagonisten. Aber wie alles besteht diese Welt nicht nur aus dem Dualität, sondern eben auch aus etwas Substanziellem. Man könnte die Substanz im Falle des Spiels als eine Linie oder den Punkt beschreiben, auf dem der Stein zu platzieren ist. Doch auch diese vermeintliche Einheit ist nur eine sich weiter aufspaltende Dualität zwischen Schwarz und Weiß. So wie ein Spiegel eine Rückkopplung produziert, die sich dem Unendlichen nähert, spaltet sich jene Einheit in weitere Dualitäten. Das ist die einzige Substanz, die im Brettspiel Go zu finden ist: jene Aufspaltung in weitere Dualitäten. Denn nichts wäre die Linie, auf die der Stein zu platzieren ist ohne die Umgebung der sie umgrenzenden weißen Fläche. Jene Fläche könnte man auch als das Negative bestimmen. Jenes Negative, an dem sich Hegels und Sartres Nichts abarbeitet. Jenes Negative noch, welches in einem Seminar erarbeitet wurde und uns durch Giorgio Agamben in „Die Sprache und der Tod“ in verschriftlichter Form erhalten blieb.

Wie wir gesehen haben, überkommt diese Negativität das Dasein nicht überraschend, sondern durchdringt dessen Wesen von Anfang an. (S. 18)

Die Grundlosigkeit des Ethos begriffen als Nihilismus, die darin diskutiert wird, sollte dem Leser aufscheinen lassen wie sehr die Metaphysik heute dort zu Hause ist. Das ist jener schreckliche Gedanke, der am Anfang des Seminares aufgehen sollte. Der Tod hat eine besondere Stelle im Dasein. Diese Stelle, so behaupt ich, ist der Antrieb für Kulturen und Kunst. Diese sind Mittel zum Kampf gegen die Zeit. Den Kampf gegen die Zeit zu gewinnen, heißt: Dauerhaftigkeit herstellen. Im Go muss sich eine Gruppe aus Steinen so genannte „Freiheiten“ gewinnen. Jene Freiheiten sind im Grunde kein Stein, also Nichts. Eine Gruppe die auf Dauer im Go „überleben“ will, die aus sich heraus existieren will, muß eben zu genau jenem „Platzhalter des Nichts“ Heideggers werden, jene Negativität in sich auf Dauer stellen. Die mexikanische Kultur hat nicht zwingend heutzutage ein Spiel anzubieten wie jenes chinesische Go, sie hat jedoch ein oft beschworenes besonderes Verhältnis zum Tod. Dieses besondere Verhältnis ist jedoch nichts spezifisch Mexikanisches, sondern etwas Universelles. An jener Negativität, die Leben ermöglicht arbeiten sich die Texte von José Revueltas ab. Wegen genau jener Negativität am Grunde seiner Ästhetik ist Revueltas innerhalb der mexikanischen KP immer mit Skepsis behandelt, in Ungnaden entlassen und selbst bei den Sozialisten rausgeschmissen worden.
Seine Ästhetik ließ sich nicht mit einem Realismus vereinigen, keinem sozialistischem und keinem sonstigen, wie von der mexikanischen Kulturpolitik gefordert und gefördert. José Revueltas ist zu Unrecht ungelesen. Zwei Bände mit Übersetzungen wurden vom Suhrkamp Verlag in den späten Neunzigern veröffentlicht und gehören noch immer zum Besten, was mexikanische Literatur und Essayistik bis heute der Welt zu bieten hat und welches nicht speziell mexikanisch ist, um eine Berechtigung zu haben im universalen Konzert der Weltliteratur. Die Rätsel darin sind einfach zu lösen: der Brief von den Gipfeln der Macht, den es nicht gibt, und der die Hoffnung des verarmten Empfängers nährt, welcher sich von den Subalternen zufrieden stellen lässt. Das beleidigende Wort einer von ihrem Mann betrogenen Witwe, die „Nutte“ sagt, am Krankenbett eines nicht mehr unschuldigen Mädchens, gleich einem Urteil Kafkas.

Die Wahrheiten, die José Revueltas in seinen Texten versteckt, haben jedoch unaussprechliche Antworten die am Grunde der Worte selber zu finden sind. Revueltas scheute sich in jeder der Geschichten sie konkret zu machen. Sie sind jedoch als Verlust noch spürbar. Diese Ästhetik bis zum Ende verfochten zu haben, als als er an den Folgen der Folter starb, die er in verschiedensten mexikanischen Gefängnißen zu erdulden hatte, darin liegt seine Größe bis heute. Und diese Größe ist so universal wie die Pyramide von Teotihuacán. Man könnte mit einem Wort einen Finger auf jene Stelle dieses Verlustes legen, darin würde man jedoch nicht zur Sprache greifen, sondern nur umkreisen, was das Ziel ist. Die Antwort auf die Rätsel, die uns Revueltas gestellt hat, lautet schlicht und ergreifend: Freiheit, Liebe oder echter Sozialismus! Und genau darum heißt seine erfolgreichste Kurzgeschichte auch in der deutschen Übersetzung: „Eingelocht“ und wurde Pablo Neruda gewidmet. Von den Wärtern mißhandelt und auf der Suche nach dem Stoff, der vom Dasein erleichtert, sind darin nicht nur die drei Gefangenen „Affen“ im Käfig die rebellieren, sondern eine ganze Kultur, jene mexikanische Kultur mit ihrem angeblich so besonderem Verhältniß zum Tod. Jene verhinderte Kultur auf der Suche nach Freiheit und nicht nach dem Tod, wie so oft fälschlich vermutet.

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Revision von Befreiungsbewegungen- sowas wie ein offener Brief oder eine Bitte an Peter Sloterdijk, der mich enttäuscht hat…

Slavoj Zizek hats wieder getan! Er meldet sich zu Wort. Obwohl ein anderer jener sichtbaren Philosophen, Peter Sloterdijk, ja vor kurzem unter die Anhänger (Räder?) des Wirtschaftsliberalismus geraten und sich anscheinend nicht zu Schade ist, den Ideologen des schwachen Staates das Wort zu reden, kritisiert hier jemand eindeutig und unmissverständlich die Ideologie des Kapitalismus und fordert dazu auf Freiheit als Freiheit zur Entscheidung, als Anstrengung und als etwas schrecklich Mühsames, nicht Konsumierbares anzusprechen. Er rettet damit mein Vertrauen in Telephilosophen, die einen wirklich zum Denken anregen.

Es sind Sätze wie diese, die mir kürzlich das Vertrauen in Sloterdijk raubten:

Es ist die Sorge um die Rückzahlung von Krediten, die das moderne Wirtschaften von Anfang an vorantreibt – und angesichts dieser Sorge stehen Kapital und Arbeit auf derselben Seite.    […]

Die größte Gefahr für die Zukunft des Systems geht gegenwärtig von der Schuldenpolitik der keynesianisch vergifteten Staaten aus. Sie steuert so diskret wie unvermeidlich auf eine Situation zu, in der die Schuldner ihre Gläubiger wieder einmal enteignen werden – wie schon so oft in der Geschichte der Schröpfungen, von den Tagen der Pharaonen bis zu den Währungsreformen des zwanzigsten Jahrhunderts.

Lieber Herr Sloterdijk, vielleicht lesen sie doch auch einmal besonders das 10. Kapitel von Naomie Kleins Schock-Strategie oder am besten gleich das ganze Buch! Vielleicht fällt ihnen dann etwas auf und sie überdenken jene Einschätzung des Kredites und des Abbezahlens. Warum sollen denn ausgerechnet immer Regierungen, also die technokratischen Vollzugseliten der besitzenden Klasse die Schulden machen dürfen, und sie arbeitende Menschen dann abbezahlen? Sie wissen eigentlich sehr genau, dass es um die gute alte Mehrwertabschöpfung geht, an der die Allgemeinheit beteiligt werden soll, welche nicht allein Privateigentum werden kann, was den auf Dauer gestellten Raub von dem sie sprechen ausmacht. Die Arbeitenden tragen zur Wertschöpfung genauso bei wie die Unternehmer, wenn nicht gar mehr. Die „ursprüngliche Akkumulation“ die Sie hier leugnen ,  uns als kreativen Akt verkaufen wollen oder umerzählen, findet weiter statt und fand weiter statt- gerade auch nach Krisen und Neugründungen. Sie findet noch in jedem kreativ/genialischen Akt statt, der sich nur „aus sich selbst heraus“ schöpfen will und dabei alles kulturelle und sonstige Kapital leugnet.

Oder meinen sie vielleicht, dass ausgerechnet die einzige überall anerkannte „Demokratie“ neben der in Amerika und vielleicht Frankreich und England die Schulden erlassen bekäme, die sie jetzt macht, um die Permanenz diese Raubes zu erhalten und wir nicht alle gemeinsam bei irgend einer Republiksneugründung unter anderen Vorzeichen dafür zu haften hätten? Welches neue Projekt schwebt Ihnen denn vor, wenn sie im letzten Absatz von der „sozialpsychologischen Neuerfindung“ daherkommen…werfen wir jetzt unsere Schuldennetze und Eigentumskonstrukte transnational aus, in der Hoffnung dann gängen uns schon ein paar munter schwimmende chinesischen Funktionäre ins Netz, die wir dann im salzigen Tränenwasser unseres Stolzes weichkochen können? Sehr seltsame Metaphern, die sie da wiederzubeleben versuchen, vielleicht verstehe ich Sie auch nicht. Ich hatte leider noch nicht so viel Lebenszeit zum verlesen wie Sie, aber ich gebe mir Mühe und lese doch eher von Unterdrückung jeder demokratischen Regung, ich lese Geschichten des Abarbeitens an Schulden und der Tilgung von Krediten… auch der Väter  (… die moralischen Schulden, die scheinen Sie nicht mehr zu kennen, die ökonomischen wohl aber akzeptieren zu wollen wie ein ehernes Gesetz). Ich lese bei Jorge Volpi zum Beispiel eine sehr gute Geschichte über das Scheitern jeglichen emanzipatorischen Traumes im zwanzigsten Jahrhundert. Aber nur weil ich einen Alptraum hatte, weigere ich mich noch lange nicht zu träumen und werfe mich den Räubern, Schlächtern und Folterern an den Hals, die die wahren Räuber sind, jene Wegelagerer, welche auf Gelegenheiten warten und die ursprüngliche Akkumulation erst abgeschlossen haben werden, wenn alles Gewässer, jegliche Biodiversizität und alle Gesundheits- Bildungs- und Sozialsysteme dieses Planeten privatisiert sind (Putin ist ein Vertreter dieser Leute) und dabei Demokraten schlicht und einfach platt machen. Ein echter Intellektueller sieht für mich anders aus. Für „Demokratie“ heißt es eigentlich zu solidarisieren – nicht dagegen. Und eine im konjunktiv versteckte Einschränkung („Sollten sich Wahrnehmungen wie diese verbreiten…“) wirkt doch sehr vage angesichts der sonstigen Vorwürfe und eindeutigen Schlagworte. Meinen sie nicht, gerade Ihr Artikel könnte zur Verbreitung solcher Wahrnehmungen beitragen?

Man schaut dem Bösen ins Auge, auch wenn es blutig daherkommt, so wie jüngst im Iran vielleicht und versteckt es nicht im Konjunktiv, benennen sollte man es! Was mir an Zizek soviel besser gefällt ist seine Einschätzung vor allem auch zum geistigen Eigentum- auch sie als Zitiermaschine sollten das kennen. Zumindest scheint dieser zu denken, es könnte gerade dieser Kampf sein, an dem der Kapitalismus sich selbst offenbaren muss. Vielleicht freut sich darüber ja die Piratenpartei! Ich muss sagen, heute mehr denn jeh würde ich gern sehen wie Sie und Zizek gemeinsam reden und disputieren. Hoffentlich wäscht er Ihnen den Kopf ein wenig und zerzauselt ihre Haare weiter, damit Sie sich noch einmal umwenden und vielleicht anstatt der „Sorge um die Kredite“ wieder die „Sorge“, die um das Weiterleben auf diesem Planeten für uns alle in den Blick bekommen.

Wir sind gefordert, Denken macht wieder Spass, denn wir sind nicht mehr Sklaven des hegelianischen Weltgeistes, ebensowenig wie der marxistischen Lehre und ihrem Ablauf von Geschichte (nebst Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate usw.usw.). Die Geschichte ist nicht schon vorher beschlossene Sache und determiniert, sondern radikal offen! Die Geschichte ist nicht zu Ende, sie beginnt gerade. Die Realität die wir zu schaffen haben ist unsere Zukunft. Sie ist vielleicht bestimmt und läuft in Richtungen, die absehbar sind, vielleicht ist auch die Geschichte so etwas wie jener Torpedokäfer Franz Jungs (der, das will ich dazu sagen, uns alle als Menschen meinte…), vielleicht rappelt sich die Geschichte immer wieder auf und fliegt aufs neue gegen die Mauern des vermeintlich schwachen, doch umso höher (polizeilich)militarisierten Staates.

Vielleicht hören Sie sich auch mal hoch aktuelle diskursive Grabenkämpfe an, die „die Anderen“ hier bei uns zu führen haben. Die Verteidigung der „Akzeptanz“ gegen die „Toleranz“ zum Beispiel. Vielleicht fällt Ihnen dann auch auf, was Hegel mit dem Anderen meinte (ja ok…gemeint haben könnte), als den sich der Geist erkennt- und vielleicht wird Ihnen dann auch jene Lesart Hegels und der Befreiungsphilosophie klar- warum der Hegelsche Weltgeist und das „Ende der Geschichte“, sowie seine Worte zu Amerika eben gerade nicht in Frage kommen für nicht-eurozentristische Sichtweisen. Vielleicht auch, dass jene Menschen die zu uns kommen, oft mehr Demokraten sind als jene mitten unter uns mit nichts als braunem Müll im Kopf, die dann andere durch ihren Stolz in ihrer Würde verletzen. Sie jedenfalls bauen mir zu viele Mauern und Zäune, und schotten die Festung Europa zunehmend ab, obwohl Sie sehr wohl wissen, dass gerade Europa und die Idee Europas aus den durchlässigen Grenzen erwächst und nicht zuletzt durch Migrationsströme und durch Austausch entsteht. Nicht nur Sie hüpfen ja gerne zwischen Grenzen herum und sind ein hoch zu achtender afrancesado, hätte ein Spanier des siebzehnten Jahrhunderts wohl gesagt. Bitte globalisieren und trans- (national-)(europäis-)(zend-ieren) Sie doch auch Ihren Blick auf Befreiungsbewegungen und erkennen Sie nicht nur voranpreschende Avantgarden, sondern auch einen echten Willen und eine Notwendigkeit, die sich äußerte damals, als Sie noch jung waren und über Wandel nachdachten. Und jenen Willen etwas zu verändern, der sich vor allem in Lateinamerika im versteckten Blutrausch der siebziger aber auch an so vielen anderen Stellen unseres Planeten bis in die neunziger hin verlor und bei dem Demokraten einfach keine Chance gelassen wurde. Jenen die den Willen oder Wahnwitz hatten aufzustehen und Neugründungen zu fordern, die gerade von der konservativen Wirtschaftswissenschaft, die vorgab, reine Wissenschaft zu sein und keine Metaphysik im Hintergrund mitzuführen erstickt wurden: unter einem Berg ökonomischer und moralischer Schuld!

Die Anerkennung gerade der Momente an den Befreiungsbewegungen der siebziger und sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, welche die Grundlagen dafür waren, sich jene moralischen Schulden aufzuladen und jene Verkrustungen bilden, die der Sozialismus bei Ihnen so mühsam und Stück für Stück zu begleichen hat und die Sie ihm so hoch anrechnen, wäre jedenfalls ein Schritt, der echte Größe und schreckliche Freiheit die Sie sich doch nehmen könnten, bestätigen würde. Vielleicht wäre da auch ein Funken von sozialem Empfinden noch übrig, hinter ihrem Theoriepanzer?

Wer so lange im Glashaus sitzt, sollte auch ab und zu mal mit Steinen werfen, das kann ich verstehen- aber bitte auf den Richtigen, gerade in solchen Zeiten. Die Merkels reiben sich schon die Hände und bedrohen uns weiter mit Untätigkeit und Aussitzen (sie wären übrigens hinzuzufügen zum Nulleinkömmler!!) und die nächste Mehrwertsteuererhöhung wird auch die FDP sicher nicht verhindern, so mächtig (gefolgschaftsbildend/ Wahlstimmen bringend…) ist ihr Wort wohl doch noch nicht. Vielleicht rufen Sie ja nach erfolgter Wahl und der Überwältigung der FDP durch die CDU in diesem Streitpunkt dann wirklich zur Revolution auf und erklären den Wahlbetrug und das System für endgültig überholt? Die Mehrwertsteuer bezahlen wir ja alle dann, sowohl die Nulleinkommen, als auch ihre steueraktive Hälfte und die Subsistenz der Nulleinkömmlinge wird dann nur umso schwieriger…ein Sloterdijk Buch kann ich mir jedenfalls schon jetzt nicht mehr leisten, zumindest solang es nicht als Taschenbuch herauskommt…

Das tolle Zizek Interview.

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